Montag, 24. Oktober 2005

In den Kriegen unserer Zeit -TIFPEC Newsletter

aac_crest3warmDie 17-jährige Safi berichtet über ihr Martyrium

Es gibt keine Rücksicht und keine Grenzen. In den Kriegen unserer Zeit werden Mädchen und Frauen gezielt vergewaltigt oder jahrelang missbraucht. Im umkämpften Nordosten der Demokratischen Republik Kongo unterstützt UNICEF ein Hospital für die Opfer der Gewalt. Die 17-jährige Safi berichtet über ihr Martyrium.

Als es an einem Abend vor knapp zwei Jahren an ihrer Hütte klopfte, dachten Safi (Name geändert) und ihre Familie an einen Besuch der Nachbarn. Stattdessen drängten sechs bewaffnete Männer herein und verlangten Geld. Als sie keines fanden, richteten sie ihre Gewehre auf den Vater und befahlen ihm, mit der eigenen Tochter zu schlafen. Verzweifelt bat der Vater um Gnade – doch die Milizen lachten nur und erschossen ihn und die Mutter vor den Augen der Kinder. Safi wurde von drei Männern gepackt, in den Busch verschleppt und brutal vergewaltigt.

"Es war wie in einem schlechten Film", erzählt das Mädchen, das heute in einem von UNICEF unterstützten Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Goma lebt. "Ich konnte nicht glauben, dass wirklich ich dort am Boden lag." Über ein Jahr lang hielten die Milizen Safi gefangen. Bevor die Männer zum Plündern loszogen, vergewaltigten sie Safi. Wenn sie abends zurückkamen, wurde sie wieder missbraucht. Als Strafe für einen Fluchtversuch prügelten sie das wehrlose Mädchen so sehr, dass es vor Schmerzen ohnmächtig wurde.

"Irgendwann war ich kein Mensch mehr, ich war wie tot", sagt Safi. Ihr wurde klar, dass sie von einem ihrer Peiniger schwanger war. Verzweifelt wagte sie einen letzten Fluchtversuch – und er gelang. Safi konnte sich bis ins Krankenhaus von Goma durchschlagen, wo sie medizinisch betreut wurde. "Wären die Krankenschwestern nicht so nett zu mir gewesen, ich hätte mich umgebracht", sagt die heute 17-jährige.

Für die Ärzte der Organisation "Doctors on Call for Services" (DOCS) ist die junge Frau kein Einzelfall: Seit April 2003 haben sie im Kongo mehr als eintausend vergewaltigte Frauen und junge Mädchen behandelt. Einige von ihnen haben so schwere innere Verletzungen erlitten, dass sie mehrfach operiert werden müssen.

UNICEF hilft, das Krankenhaus zu erweitern und eine neue Station speziell für die Mädchen einzurichten. Die Ärzte erhalten von UNICEF zudem Medikamente und Verbandszeug. Um den Mädchen bei der Rückkehr in ihr Dorf zu helfen, unterstützt UNICEF die Ausbildung von Helfern für die psychosoziale Betreuung und vermittelt Kleinkredite, damit sich die Opfer eine Existenz aufbauen können.

Am 7. Januar kam Safis Kind zur Welt, ein gesunder Junge. Safi nannte ihn - nach einem ihrer Betreuer im Krankenhaus – Fred. Schon in den ersten Lebenswochen hat der Kleine eine wunderbare Wendung bewirkt. Safi scheint ihr Martyrium zu vergessen, wenn sie ihn im Arm hält. Sie hat wieder Interesse am Leben gewonnen und sogar ein neues Zuhause gefunden: Eine Tante, die den Krieg überlebt hat, wird Safi und Fred aufnehmen.

Die Wahrheit macht Euch frei!

21.08.2005 um 20:56 Uhr
Die Wahrheit macht Euch frei!news.h31
von: Fredericus



Der Papst jetzt seinen Thron besteigt,Charles-Frederic Euch die Wahrheit zeigt! Ich hoffe, die freie Meinungsäußerung ist uns Protestanten noch geblieben.

Rom - Als Glaubenshüter im Vatikan hat Joseph Ratzinger in den vergangenen 24 Jahren die theologische Ausrichtung der katholischen Kirche wesentlich mitgeprägt. Seine Position zu umstrittenen Fragen in Stichworten waren:

- ABTREIBUNG: Um eine indirekte Mitwirkung der Kirche an Abtreibungen auszuschließen, setzte sich Ratzinger erfolgreich für einen Ausstieg aus der Schwangerenkonfliktberatung ein.

- AUFKLÄRUNG UND MODERNE: Ratzinger ist skeptisch gegenüber dem Freiheitsdenken der Moderne und warnt vor einem Abgleiten in einen zügellosen Liberalismus.

- BEFREIUNGSTHEOLOGIE: Der lateinamerikanischen Befreiungstheologie warf Ratzinger eine marxistische Gesinnung vor; Theologen wie Leonardo Boff wurden gemaßregelt.

- BIBEL: Der katholische Glaube orientiert sich nicht nur an der Heiligen Schrift, sondern auch an der kirchlichen Tradition. An diesem Unterschied zur reformatorischen Theologie hält Ratzinger fest.

- FRAUEN: Zum Priesteramt sollen weiterhin nur Männer zugelassen werden. Den Feminismus lehnt Ratzinger ab.

- KIRCHENLEHRER: Ratzingers theologische Vorbilder sind platonisch geprägte Kirchenlehrer wie Augustinus und Bonaventura, weniger der aristotelisch gesinnte Kirchenlehrer Thomas von Aquin.

- KOLLEGIALITÄT: Ratzinger wandte sich zuletzt gegen einen übersteigerten römischen Zentralismus und sprach sich für mehr Mitsprache der Bischöfe und Ortskirchen aus.

- KRIEG UND FRIEDEN: Mit der Wahl seines Papstnamens Benedikt XVI. knüpft Ratzinger an die pazifistische Tradition von Benedikt XV. an, der sich während des Ersten Weltkriegs um Frieden bemühte.

- LAIEN: Trotz des zunehmenden Priestermangels sollen Laien nicht predigen oder Messfeiern leiten dürfen.

- LITURGIE: Ratzinger schätzt die alte lateinisch-römische Messform, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil durch volkssprachliche Gottesdienste ersetzt wurde.

- ? ÖKUMENE: Ratzinger betont den Vorrang der katholischen Kirche vor anderen christlichen Kirchen und lehnt gemeinsame Eucharistiefeiern ab. Als Katholik spendete er dem verstorbenen Protestanten Roger Schutz das Abendmahl, umgekehrt wäre es wohl nie von Ratzinger angenommen worden.

- PILLE UND KONDOM: Ratzinger lehnt künstliche Empfängnisverhütung ab und hält eheliche Treue für den besten Schutz vor AIDS.

- SCHEIDUNG: Ratzinger ist gegen eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion.

- UNFEHLBARKEIT: In Glaubens- und Sittenfrage ist der Papst unfehlbar - an diesem Lehrsatz des Ersten Vatikanischen Konzils hält Ratzinger fest.

- WISSENSCHAFT: Ratzinger betont den Vorrang des römischen Lehramts vor der Freiheit der Theologie.

- ZÖLIBAT: An der vorgeschriebenen Ehelosigkeit von Priestern will Ratzinger nicht rütteln. Alles nur eine (Geld) Frage der Erbschaften für den Vatikan. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich... nur einige werden bevorzugt !

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